4. Etappe: Leonessa – Poggio Bustone (15 km, 5 Std., ↗ 630 m 850 m ↘)

 


Heute steht uns die gebirgigste Etappe bevor und für Nachmittag ist heftiger Regen angesagt. Frühstück gibt es in der nahen Pasticceria, Besichtigung der Franziskuskirche (verschlossen) und Piazza 7. Aprile, dann beeilen wir uns, auf den Weg zu kommen. Entlang der Asphaltstraße geht es leicht bergauf  bis Vallonia, wo wir mal vor und mal hinter der italienischen Pilgergruppe gehen. Es ist bewölkt, aber noch trocken – und so bleibt es auch noch eine Zeit lang. Nach der Abzweigung (mit Benediktstatue) in den Schotterweg geht es durch den Wald stetig bergauf bis zu den Prati di Bartolomeo. Ein Mann mit Hund kommt uns entgegen, später sein Sohn mit grantigen Gebärden. Ein Hündchen ist weggelaufen, wie wir später vom Papa hören, der wie ein Wieserl den Berg raufgelaufen kommt. Auch erzählt er uns, dass er die Statue angefertigt hätte.

Fast weglos, aber gut markiert über die Wiesen geht es dann wieder in den Wald und vorbei an den alten Grenzsteinen zur Fonte Petrinare. Der Abstieg nach Poggio Bustone ist nicht ganz einfach. Der Weg im Wald ist teilweise in nicht so gutem Zustand – matschig, Reiterweg. Es fängt auch schon zu tröpfeln an, die Bäume schützen uns noch, doch die Regenjacken packen wir schon mal aus. Nach Erreichen des Convento die San Giacomo regnet es stärker – wir warten den ersten großen Guss unter dem Dach vor der Kirche ab und schützen uns ab nun mit dem vollen Regengewand. Der Ort ist bald erreicht und die Unterkunft „San Francesco Suite“ auch gleich gefunden. Zeitweise schüttet es wie aus Kübeln, das Wasser rinnt in Bächen über die Stufen und abschüssigen Wege. Ups – auf den glatten Stufen ausgerutscht - Rucksack war ein guter airbag. Unsere Räume sind zwar nicht geheizt, aber trocken und angenehm temperiert. In einer Regenpause starten wir Richtung La Locanda Francescana (wo wir bis jetzt schon dreimal eingekehrt sind). Die Enoteca neben unserer Unterkunft ist heute geschlossen. Auf dem Weg dorthin – wir steigen im Ort etwas zu hoch auf – erwischt uns der nächste Regenguss. Wie begossene Pudel betreten wir das Gastlokal. Gemeinsames Essen mit Fausto und Christian und Barbesuch zur Verabschiedung – die Damen waren zu müde und sind in der Unterkunft geblieben.

Am Heimweg zur Unterkunft sind wir wieder etwas unorientiert, ein junger Bursche hilft uns weiter. Ich rutsche auf einem Kanaldeckel aus und komme nochmals zu Sturz – Gott sei Dank ist nichts passiert.
















 

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